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Warum impfen?
Mit der Anschaffung eines
Hundes hat man sich nicht nur einen verspielten, schmusigen, aufmerksamen, vielleicht auch etwas eigenwilligen Hausfreund, Wächter oder Jagdgehilfen erworben, sondern hat als Hundebesitzer auch Fürsorgepflicht und Verantwortung für ein schutzbedürftiges Lebewesen übernommen.
Dazu gehört neben der artgerechten Haltung, Ernährung und Pflege auch die Gefahrenabwehr von Infektionskrankheiten. Durch rechtzeitige und regelmäßige Impfung ist der Hund geschützt.
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Wir möchten Sie darum unter anderem
über Folgendes informieren:
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Heute gibt es zuverlässige Impfstoffe
gegen die folgenden Infektionskrankheiten des Hundes:
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Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung
Grundimmunisierung:
Setzt sich der Organismus mit verschiedenen abgeschwächten oder abgetöteten Erregern anlässlich von Impfungen auseinander, werden Schutzstoffe (sog. Antikörper) gebildet. Diese werden mit der Muttermilch übertragen, so dass Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind. Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden. Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe sowie auf Grund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse ist die vollständige Grundimmunisierung erst nach dreimaliger Injektion im Jungtieralter (mit acht, zwölf und sechszehn Wochen)* sowie im 15. Lebensmonat bei jungen Tieren abgeschlossen.
Wiederholungsimpfung:
Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Dabei hat sich erwiesen, dass manche Komponenten der Impfung einen längeren Impfschutz erzeugen als andere, so dass der Tierarzt nicht in jedem Jahr alle Komponenten impfen muss (z.B. Tollwut, Staupe)und wir somit auch das Immunsystem entlasten können. Die genauen Impfintervalle finden Sie in der unteren Grafik bzw. können Sie auch jederzeit in unserer Praxis erfragen.
Als Tierhalter müssen Sie dennoch stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen im Impfpass achten!
Und übrigens: Dieses Impfschema wird in fast allen europäischen Staaten anerkannt und durchgeführt. Nähere Hinweise finden Sie auch unter der Rubrik: Haustiere und Reisen.
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Wann und wie sollte geimpft werden?
Jungtiere werden im Allgemeinen
in der 8. Lebenswoche erstmalig geimpft. Eine weitere Impfung erhalten sie in der Regel in der 12. Lebenswoche. Um die Grundimmunisierung vollständig abzuschließen, ist eine dritte Injektion im Alter von ca. 16 Wochen erforderlich. Da neueste Studien herausgefunden haben, dass ein vollständiger Impfschutz erst mit der dritten Injektion gewährleistet werden kann. Wir halten uns damit auch an die Impfempfehlung des BPT (Bund praktizierender Tierärzte).
Danach sind Wiederholungsimpfung in regelmäßigen; Abständen notwendig. Für die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen. Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet der Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass der Hund zum Zeitpunkt der Impfung gesund ist und entwurmt sein sollte, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.
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Der Impfpass
Zur ersten Impfung oder beim Kauf eines Hundes erhält man häufig einen nationalen Impfpass (gelb). Darin stehen nicht nur alle Daten zu bereits erfolgten Impfungen, sondern auch persönliche Daten zur Identität des Hundes. Außerdem lässt sich der nächste Impftermin aus diesem Dokument ablesen.
Wenn Sie mit Ihrem Tier grenzüberschreitend in andere Länder verreisen möchten, benötigen Sie zudem einen europäischen Impfausweis (blau) zum Nachweis der verlangten Schutzimpfungen. Den europäischen Ausweis erhalten Sie selbstverständlich in unserer Praxis, dies setzt allerdings voraus, dass ihr Tier zweifelsfrei identifiziert werden kann. Bei älteren Tieren kann dies über eine gut leserliche Tätowierung im Ohr gewährleistet werden, jüngere Tiere benötigen einen sogenannten Mikrochip, der unter die Haut appliziert wird. Dieser Chip hat des Weiteren den Vorteil dass ihr Tier, falls es einmal verschwinden sollte leichter wiedergefunden werden kann, da nahezu jedes Tierheim über ein Lesegerät für diese Chips verfügt.
Der Impfausweis dient des Weiteren dem Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut im Verdachtsfall. Der Impfpass ist deshalb sorgfältig aufzubewahren und muss bei jeder Wiederholungsimpfung dem Tierarzt vorgelegt werden.
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Staupe
Ein Virus verursacht die Staupe. Meist
beruht die Ansteckung auf einem direkten Kontakt von Hund zu Hund. Indirekt
kann sie aber auch mit Schuhen oder Kleidung eingeschleppt werden. Die
Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluss und mit
der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im Weiteren verläuft
die Erkrankung auf unterschiedliche Art und Weise. Man unterscheidet
drei Verlaufsformen, die jedoch ineinander übergehen können.
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Bei der Darmstaupe leiden
die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und starkem Erbrechen.
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Bei der Lungenstaupe werden
hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluss und eine
manifeste Lungenentzündung beobachtet.
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Bei der Nervenstaupe leiden
die Hunde an Krämpfen und Lähmungen, verlieren teilweise
sogar das Bewusstsein.
Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich.
Die Tiere aber, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig
lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte und spröde rissige
Pfoten, oder es bleiben unter Umständen Verhaltensstörungen
zurück.
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Hepatitis (Ansteckende Leberentzündung)
Ebenso gefährlich wie die Staupe
ist das Virus der ansteckenden Leberentzündung, die der Tierarzt
als Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c. bezeichnet.
Die Ansteckung erfolgt auf gleiche Weise wie bei der Staupe (direkte
/ indirekte Übertragung). Und auch die Krankheitssymptome gleichen
denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme
und leiden an starken Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen,
sterben in dieser Phase. Bei älteren Tieren kann es im weiteren
Krankheitsverlauf zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen
kommen. In diesem Zusammenhang sind auch schon nervöse Störungen
beobachtet worden.
Hunde, die diese Krankheit überlebt
haben, behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück,
die zur Erblindung führen können.
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Leptospirose
Eine weitere gefährliche Hundekrankheit
ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche
oder Weilsche Krankheit bekannt.Die Krankheitserreger gehören
zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für
den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde,
Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch
verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen
dieses Bakterium.
Die Krankheit beginnt oft mit auffälliger
Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und
Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es
dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zur Leber-
bzw. Nierenschädigung.
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Parvovirose
Hierbei handelt es sich um eine besonders
häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird.
Da diese Erreger äußerst widerstandsfähig sind und Monate
bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die
Parvovirose auf den Hund nicht nur durch Kontakt mit Artgenossen, sondern
häufig über den Menschen oder leblose Gegenstände übertragen.
Die Erkrankung kann rasant verlaufen
und innerhalb von wenigen Stunden durch Herzmuskelentzündung zum
Tod führen. Heute treten jedoch überwiegend Magen-Darm-Entzündungen
auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, Erbrechen
und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die
Hunde fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit,
was schließlich zum Tod führt.
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Tollwut
Die Tollwut ist für alle Säugetiere
- also ebenso für den Menschen - lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus
wird bei Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter
Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an
und ruft Aggresivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen
hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen,
gefolgt von Krämpfen und Lähmungen, führen schließlich
zum Tod.
Der Mensch infiziert sich seltener an
Füchsen als am Biss tollwuterkrankter Hunde und Katzen. Aufgrund
der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu
den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen
Kontrolle.
Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken
und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht
dabei auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen
Tier nur vermutet wird.
In einem solchen Fall kann die Tötung
angeordnet werden, es sei denn, das betroffene Tier ist nachweislich
gegen Tollwut schutzgeimpft.
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Zwingerhusten
Der Zwingerhusten (infektiöse
Tracheobronchitis) ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dass mehrere
mehrere Faktoren zum Ausbruch der Erkrankung beitragen: Zum
einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das
Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie
Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner wird der Zwingerhusten durch eine
intensive Hundehaltung (hohe Besatzdichte, starker Tierumsatz) begünstigt.
In Hundezwingern ist die Ansteckungsgefahr besonders groß - daher
der Name. Die geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich
gegenseitig durch Kontakt an (z.B. durch Beschnüffeln auf dem Hundeplatz).
Doch auch die einzeln gehaltenen Tiere sind gefährdet, zum Beispiel
beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen.
Die Erkrankung fängt meist mit klarem
Nasen- bzw. Augenausfluss und quälendem, trockenen Husten an. Wird
der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich
der Zustand bis hin zur Lungenentzündung.
Der Zwingerhusten ist selten tödlich,
doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung
(meist mit Hustenmitteln und Antibiotika) mehrere Wochen hinziehen.
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Borreliose
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