Gefahr durch Zecken |
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Die Zecke |
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Die Zecken gehören zu den Spinnentieren. In Mitteleuropa sind vor allem der Holzbock (Ixodes ricinus) und die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) von Bedeutung. Im Unterschied zu den Flöhen verbringen die Zecken den größten Teil ihres Lebens im Freien. Sobald ein geeignetes Wirtstier in Reichweite gekommen ist, streifen sich die Zecken von Gräsern oder Zweigen ab, krallen sich fest, bohren sich in die Haut ein und beginnen Blut zu saugen. Zeckenbefall führt nicht nur zu lokalen Entzündungen, es kommt auch oft zur Übertragung schwerer Krankheiten. |
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Was ist Zecken-Borreliose? |
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Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Erreger der Zecken-Borreliose sind winzige Bakterien, die wie Korkenzieher aussehen. Hauptüberträger ist die in Deutschland weit verbreitete Zecke "Holzbock" (Ixodes ricinus). |
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Das Krankheitsbild |
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Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Erst die einsetzenden Gelenksentzündungen lassen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen. Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden.Die Behandlung der Borreliose ist zwar möglich, doch sehr langwierig. |
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Wann und wo besteht Infektionsgefahr? |
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Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich.Der Holzbock lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst. |
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Lebenszyklus der Zecke |
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Nach dem Schlupf aus dem Ei entwickelt sich die Zecke über Larven und Nymphen zum erwachsenen Parasiten. Jedes Stadium benötigt zur weiteren Entwicklung eine Blutmahlzeit.Zeckenlarven und Nymphen holen sich diese bevorzugt bei Wald- und Wühlmäusen, welche als Reservoir für die Borrelien-Bakterien dienen und selbst nicht erkranken. Auf diese Weise nimmt die Zecke schon früh die Erreger in sich auf. Hat die infizierte Zecke beim Hund angesaugt, wandern die Borrelien-Erreger in die Speicheldrüse des Parasiten ein. Beim Saugen injiziert die Zecke ihren Speichel in die Haut des Wirtes und infiziert ihn so mit den Borrelien-Bakterien. Je länger die Zecke saugt, um so größer ist das Infektionsrisiko. |
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Das Impfverfahren gegen Zecken-Borreliose |
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Geimpft werden können sowohl erwachsene Hunde - einschließlich trächtiger Hündinnen - als auch Welpen ab der 12. Lebenswoche.Erstimpfung: Um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muss Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden. Der optimale Impfzeitpunkt liegt in der kalten Jahreszeit (Oktober bis Februar). Dadurch wird rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut. Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich und sinnvoll. Wiederholungsimpfungen: Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muss Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in jährlichem Abstand fällig. Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z.B.
wird empfohlen, den Impfschutz halbjährlich aufzufrischen (zusätzliche Mittsommerimpfung). |
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